11. Hafencup

von Nico, 15. September 2013

Welch ein Glück der Drachenbootsport in Riesa lebt!!!
Und dies nun vor allem auch durch den lang vermissten Hafencup der RIESENdrachen.
Deshalb auch von unserer Seite zunächst ein großes Dankeschön an alle Organisatoren und die vielen, vielen fleißigen Helfer. Das habt ihr gut gemacht!!
Uns hat es gut gefallen, besonders da wir auch zwei der tollen Pokale ergattern konnten.

Noch nie mussten wir so lang auf ein erstes Kräftemessen im Drachenboot warten wie in diesem Jahr. Doch am 14.9. war es endlich so weit. 8:30 Uhr schlugen wir unser Lager im Riesaer Hafen gleich neben der Hafenbrücke auf. Auch dank Thomas, der mit seinem Maklerbüro das Startgeld sponserte, konnte der Hafencup für das Daisy-Team nun endlich losgehen. Obwohl wir diesmal so wenig aktive Paddler wie nie zuvor zur Verfügung hatten, schafften wir es zum ersten Rennen mit 6 Mädels und 10 Jungs an den Start zu gehen. Mit Gerold am Steuer und der eilends von den RIESENdrachen ausgeborgten Elke an der Trommel gelang es uns im ersten holprigen Rennen die Klinikdrachen hinter uns zu lassen während die Bojenkiller und die GTA uns davon fuhren. Im darauf folgenden Rennen gelang es uns den Abstand zu den vorderen Plätzen zu verkürzen.
Während der Mittagspause - in der wir uns mit allerlei leckeren Salaten, Würstchen und Hackbällchen stärkten – versuchten wir Gerold zu Höchstleistungen am Steuer zu motivieren indem wir ihn mit einer eigenen Daisy-Team-Jacke ausstatteten. Damit Elke endlich ungestört den herrlichen Sonnenschein genießen konnte, übernahm Jenny für die letzten beiden Rennen die Trommel. Dank Gerolds wirklich begnadeter Leistung ;) am Steuerruder, Jennys vollem Einsatz an der Trommel und nicht zuletzt einem stimmgewaltigen Fanblock – ach ja und 16 kräftigen Paddlern gelang es uns im letzten Rennen über 250m auf den zweiten Platz vorzufahren.
Die Freude darüber war natürlich groß und weckte den Hunger auf mehr. Zum Glück wartete auf uns noch das Brückenrace, das uns von der Hafenmündung durch Schloss- und Hafenbrücke hindurch über 800m zum Ziel bringen sollte. Mit am Start waren neben den alten bekannten der GTA und der Bojenkiller nun noch die Paddler des Kommando Prost, bestehend aus den vielen freiwilligen Helfern der RIESENdrachen. Was sich nun nach dem „Reddy! Attention. GO!!!“ abspielte konnte spannender nicht sein. Die Paddel gruben sich ins Hafenwasser. Die Drachenboote schnellten nach vorn. Der Wind spritzte das Wasser der Bugwellen den Paddlern entgegen. Trommeln wurden geschlagen und Kommandos gebrüllt. Am Ende der Startsequenz war jedoch kein klarer Führender auszumachen. Vielmehr lagen alle vier Boote weiter auf einer Höhe. 100m, 200m, 300m selbst nach einem kurzen Zwischenspurt nach 400m lagen alle Boote weiter gleichauf. Jedes Nachlassen unserer Paddler wurde durch Jenny – die sich die Seele aus dem Leib schrie – ins Gegenteil verkehrt. 500m, 600m und auch nach 700m lagen alle Boote weiter auf gleicher Höhe. Nun begann die alles entscheidende Phase in diesem Wassersportkrimi – der Endspurt. Jedes Boot und jeder Paddler legten noch einmal einen Zahn zu. Jenny war drauf und dran ihre Stimme zu verlieren. 50m, 30m, 20m weiter alle Boote gleichauf. Der Hafen war nun endgültig zum Hexenkessel geworden. Die Zuschauer schreien, rasseln, tröten, toben…. Zwischen den Kaimauern des Hafenbeckens hallen die Trommelschläge. Wildes Komapaddeln in den Booten…  10m, 5m …. Und durch. Puh. Luft raus. Und nun? Erster? Zweiter? Dritter oder Vierter? Egal es war ein geniales Rennen. Nun auf zur Ehrenrunde. Wir Daisys drehen noch eine Runde im Drachenboot zur Hafenbrücke und zurück. Es herrscht Feierstimmung. Wir winken den Fans und brüllen mit der wieder gewonnenen Luft unseren Schlachtruf. Gut gemacht! Und nun raus. Siegerbier trinken, aufräumen, hübsch machen und dann zur Party mit Siegerehrung.
Am Abend halten wir dann überglücklich die Pokale für den dritten Platz über 250m im Open und für den zweiten Platz über 800m im Open in den Händen. Nicht einmal eine Sekunde trennt uns beim Brückenrace vom ersten Platz.
Leider gibt es keine extra Auszeichnung für den Paddler mit der weitesten Anreise… Schade Maik, der Pokal hätte sich sicher gut gemacht auf deinem Schreibtisch im Bahrain.
Also dann… hoffentlich nächstes Jahr wieder!

Kommentare

  1. Ich bekomm immer noch Gänsehaut, wenn ich an das Brückenrace denken. Ich glaube es war eine oder sogar die beste Leistung von uns der letzten Jahre. Schade das die ganz große Überraschung ausgeblieben ist. In zwei Wochen in Döbeln gibt es wieder eine Lngstrecke.
    Danke an alle die für das gelingen des Hafencups verantwortlich sind.
    Alex

  2. Schaut Euch mal auf www.drachenboot-riesa.de die Bilder zum Wochenende an. Und das Brückenrace müßt ihr als Diashow laufen lassen.
    Absolute Spitze. Kopfkino
    Ich würde sagen wir haben gewonnen ;-)

  3. Super Text!
    Wenn ich wieder an das Brückenrace denke bekomme ich auch Gänsehaut! Grandiose Leistung!

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