Anpaddeln im Spreewald

von Nico, 29. April 2013

Nachdem es im April nach langer, langer Zeit endlich wärmer wurde und der Frühling in Deutschland einzog, machte sich ein Drachenboot voller RIESENdrachen verstärkt durch eine Bootsladung Daisy´s am letzten Aprilwochenende auf zum Anpaddeln im Spreewald. Alle freuten sich auf ein tolles Anpaddeln bei Sonnenschein in der frühlingsfrischen Natur. Nur die Sonne hatte den Termin irgendwie verpennt.

Der Großteil der Paddler reiste bereits am Freitagabend in Lübbenau an. Dort bezogen alle Quartier in einer Baracke der Kinder- und Jugendbegegnungsstätte Lübbenau. Nach einem ersten geselligen Abend, einer kurzen Nacht, und einem liebevollem Frühstück wurden am Samstagmorgen die Drachenboote zu Wasser gelassen. Da die Sonne sich von einer Gruppe halbstarker Wolken vertreten ließ, die zu allem Übel ihr Wasser nicht halten konnten, packten sich alle Paddler schön ein und sprachen sich gegenseitig Mut zu. Getreu dem Motto „Wassersport macht sexy“ egal woher das Wasser kommt, ging es gegen 10 Uhr endlich los. Bei leichtem Nieselregen paddelten wir von Lübbenau in Richtung Leipe und von da über Lehde zurück nach Lübbenau. Unterwegs galt es die tolle natur zu bewundern und jede Sumpfdotterblume mit einem ordentlichen Schluck zu begießen. Die RIESENdrachen staunten dabei nicht schlecht, dass unser Boot offensichtlich nur von unseren „Schlagmännern“ Clemens und Paul angetrieben ständig an Ihrem vorbei schipperte.

Nach einer Weile wurde unsere Tour durch die erste Schleuse unterbrochen. Nachdem Gerold Paul und Clemens fix die Handhabung der Schleuse erklärt hatte, übernahmen die beiden diese Arbeit auch gleich für die vielen weiteren Schleusen, die wir noch passieren sollten. Diese tolle Einsatzbereitschaft wurde am Abend auch direkt von den RIESENdrachen mit einigem Klimpergeld belohnt.

Als gegen Mittag der kleine Hunger kam, wurde er sogleich von Katja mit einigen liebevoll geschmierten Fettbemmchen begrüßt. Dazu gab es reichlich Würstchen, Brezeln und Küchlein, so dass die Fahrt bald frisch gestärkt weitergehen konnte. In beschaulichen Lehde nutzten wir die Möglichkeit uns in einer Kneipe aufzuwärmen. Kaffee, heiße Schokolade, Grog und viele weitere warme Getränke warteten auf uns. Selbst ein Bierchen war mit von der Partie.

Auf dem Rückweg nach Lübbenau galt es dann noch eine Rolltreppe zu bewältigen. Nur leider gelang das nicht so problemlos wie anfangs geglaubt. Ein paar Minuten nachdem wir die Rolltreppe passiert hatten, fiel auf, dass sich vermehrt sauberes Wasser in unserem Boote sammelte. Schon bald wurde auch das zugehörige Leck entdeckt. Nur dem aufopferungsvollen Einsatz von Lutz haben wir es zu verdanken, dass wir es zurück nach Lübbenau geschafft haben. Denn er stopfte das Loch kurzerhand mit seinem Daumen.

Nach zwanzig lustigen, anstrengenden, nassen, gut versorgten, tapfer gepaddelten Kilometern durch den schönen Spreewald erreichten wir am Abend wieder unsere Unterkunft in Lübbenau. Hier trotzten wir weiterhin dem Wetter und grillten jede Menge Fleisch. Auch Beilagen soll es wohl gegeben haben… Nach dem Essen machten es sich alle noch ein wenig im großen Gemeinschaftsraum der Unterkunft gemütlich bevor sich einer nach dem anderen geschafft aber zufrieden in sein Bettchen verabschiedete.

Wie sich nun sicherlich jeder vorstellen kann, war es also eine schöne Paddeltour an die sich mein Hintern wohl noch lange erinnern wird…

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