Wie überzeugt man die Daisy's vom Frühsport

von André, 28. April 2007

Freitag : Kampf der Giganten - Hansaplast versus Autan
Samstag: Die Daisys im Trainingseifer
Sonntag: Der Muskelkater lässt grüßen

Freitag : Kampf der Giganten - Hansaplast versus Autan

Gegen 18 Uhr trafen die meisten Daisys im Wassersportzentrum am Senftenberger See im verschlafenen Großkoschen ein. Hier wurden Sie bereits von der Vorhut Erik und Laura begrüßt, die dankenswerter Weise die Zimmer schon 17 Uhr in Empfang genommen hatten. Die Schlafgelegenheiten mit Doppelstockbetten und einer darüber angebrachten Zwischendecke mit "Spielwiese" für etwa 8 Leute wurden in Besitz genommen. Insbesondere die nur über eine relativ lange Leiter zu erreichende Schlaffläche für mehrere Personen fand sehr viel Zuspruch.
Den sportlichen Auftakt bildete die erste Runde Fußball. Hier zeigte sich auf Grund der sommerlichen Temperaturen das erste Mal das Phänomen des „Oberlippenschweißes“, der im Laufe des Abends noch für Gesprächsstoff sorgte.
Nachdem die perfekt organisierte Verpflegung den Ducato schnell verlassen hatte, wurde die erste Stärkung des Trainingswochenendes - Kartoffel- und Nudelsalat mit Wienern - vertilgt. Bereits beim Essen fielen die Mücken oder ähnliche Stechviecher über uns her. Trotz der Insektenjagd konnte die genaue Art nicht bestimmt werden. Nach zwei Tagen lag der Rekord von Nico bei 22 erlegten Stechungetümen. In einem Feldversuch der Stiftung Daisy-Test wurde die Wirksamkeit der Insektenschutzmittel Autan und Hansaplast untersucht. (Nein, Brit hat sich nicht mit Pflastern zugeklebt, wenn dies auch lang und breit ausdiskutiert worden ist.) Das Ergebnis war bei den meisten niederschmetternd: Irgendwie ließen sich die Viecher vom Stechen nicht abhalten.

Samstag: Die Daisys im Trainingseifer

Nachdem der Versuch eines Einzelnen am frühen Morgen eine Seerunde zu Rennen gescheitert war, fanden sich 9 Daisys und damit 50% des Teams zum 30 minütigen Morgensport zusammen. Nach einem kleinen Dauerlauf zum Aussichtsturm ließen es sich die männlichen Daisy nicht nehmen, den Turm mit schnellem Schritt zu erklimmen.
Nach dem Frühstück im Freien und der ergebnislosen Suche nach dem eigentlich gekauften Nutella, ging es aufs Wasser. Hier konnten der frisch gebackene Steuermann Tony die erst vor einer Woche erworbenen Fertigkeiten unter Beweis stellen. Die neue Mannschaftsaufstellung mit einer neuen Schlagreihe fand schnell das Paddelgefühl wieder. Mit kleinen Hinweisen zur Technik lief es wieder rund. Während erster Starts wurde die neue Startsequenz eingeübt: Drei lange Schläge, zehn schnelle Schläge und drei Schläge Übergang zum langen Streckenschlag – quasi Sechsundzwanzig.
Nach einer reichliche Stunde bei sommerlichen Temperaturen auf dem See forderte der Körper eine Erholungspause. Zur Stärkung wurden Spirelli mit Wurst und Tomatensoße vorbereitet. Aber irgendwie ging die Elektrik vor der geballten Übermacht an Daisy-Kochgeräten (3 Kochplatten und 2 Wasserkocher) in die Knie. Nach der Verteilung auf verschiedene Steckdosen stand dem Kochvorhaben nichts mehr im Wege.
Damit die Urlauber nicht aus ihrem Mittagsschlaf gerissen werden , begann die zweite Einheit ohne Trommel. Nach einer Pyramide mit kräftigen Schlägen wurde die neue Startsequenz und die ersten Strecken geübt. Aber Tony am Steuer ließ sich nicht von zwei Burn Outs abhalten. Irgendwie wollte er unbedingt zwei Linkskurven nacheinander fahren. Warum geschah das ausgerechnet vor dem FKK-Strand? Seltsam ...
Nach einer Erholungspause bei Eis oder eine Rund Fußball ging es mit erneuertem Sonneschutz auf den See. Beim Starttraining wurde das Zusammenspiel perfektioniert. Mit der entsprechenden Übung klappten auch das Steuern und die Anlegemanöver immer besser. Das Entfernen der halben Steganlage in einer Not-OP aus dem Fuß von Nico sei hier nur am Rande erwähnt.
Kraft für den nächsten Tag wurde am Abend in Form von Grillgut, einer Pizza und Hopfenblütentee getankt. Die Verbindung von hoher Waldbrandgefahr und einem von der Feuerwut gepackten Grillmeister sorgte vorher zum Glück nur kurz für Angstzustände.

Sonntag: Der Muskelkater lässt grüßen

Um 8:30 Uhr stellten die Morgensportler fest, dass die Temperaturen sich über Nacht der Jahreszeit angepasst hatte und ein frischer Wind auf dem Senftenberger See für Wellen sorgte. Dadurch war vor der ersten Trainingseinheit eine kurze Erwärmung notwendig, die für erhebliche Jammerei über den Muskelkater sorgte. Das Boot kämpfte sich dann mit der Maximalbesatzung von 23 Personen gegen den Wind über das Wasser. Aber nachdem tags zuvor der Startrhythmus ins Blut übergegangen war, konnten die Daisys ein paar Wellen nicht erschüttern. Nach der Trainingseinheit stützten sich einige Hartgesottene trotz der frischen Temperaturen mit wildem Kampfgeschrei in die Fluten.

Als Nicht-Daisy kann ich nur ein Fazit ziehen: Mit Fun-Teams machen Trainingswochenende richtig Spass und die Organisation ist um Längen besser als bei einigen sogenannten Profiteams.

André – Der eingekaufte Steuermann

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