Höher – Schneller – Weiter

von Nico, 16. Mai 2007

Da wir uns in dieser Saison ne Menge vorgenommen haben, starteten wir nach dem 1. Trainingslager am Senftenberger See am 16.05. zum traditionellen Höhentrainingslager nach Harrachov. Während sich am Mittwoch noch hauptsächlich unsere Autos die vielen Kilometer ins tschechische Riesengebirge quälten, begannen die männlichen Daisys das echte Training am Donnerstagmorgen. Leider wieder nicht vollzählig (die Mama hat dem Paul verboten mitzukommen) machten wir uns auf ungeahnte Höhen zu erklimmen. Wenigstens einmal wollten wir der Sonne näher sein als unser Nepali Maik.

Während die Mädels der Steffi die DDR an Hand des beschaulichen Harrachovs erklärten, begannen wir also unsere Suche nach hochgelegenen Bauden. Bei recht kühlem Wetter durchquerten wir scheinbar endlose Wälder und erstiegen so manchen Gipfel, nur um dahinter einen weiteren Berg zu entdecken. Nach mehr als 10 km, 2 Landesgrenzen, frischem Schnee und nur einer Baude *schluchz* lag sie endlich vor uns. Eingefasst in einen unbeschreiblich herrlichen Betonring sprudelte die Elbe nur so vor uns aus dem Boden. Durch das Frühjahrshochwasser wateten wir bis zu einer Wand auf der wir schon bald das stolze Wappen unserer Heimatstadt entdeckten. Es war geschafft. Auf 1320 m Höhe ließen wir uns unser Gipfelgambrinus schmecken. An dieser Stelle noch mal einen schönen Gruß an Maik. Plötzlich wurden wir von einem mächtigen Grollen aufgeschreckt. Zu unser aller Überraschung kam dieses Gegrummel jedoch nicht von einer nahen Gerölllawine, sondern von unseren furchtbar leeren Mägen. Also machten wir uns schnell zur nächsten offenen Baude auf, in der wir gegen 16:00 Uhr endlich was zum Mittag und Bier bekamen. Während des Abstiegs haben wir dann irgendwo noch Sebastian (Pausi) aufgelesen. Der nach unglaublichen 0,9 km einfach mal ne Pause brauchte. Am Abend forderten die zwei, drei Bier und die 25 km ihren Tribut und schon bald wurde es ruhig in der Daisy-Villa.

Am Freitag dem traditionellen Sporttag traten wir nun mal wieder gegeneinander im Fußball an. Während sich Anke, Alex, André, Jörn und René gegen Manu, Olli, Pausi äh Sebastian, Rico und ich einen packenden Kampf lieferten, stand Paul völlig fassungslos am Rand. Nachdem er doch nun schon seit Weihnachten täglich Fußball spielen übte, durfte er leider nur von der Ersatzbank aus zusehen. Steffen, der im letzten Jahr die Faszination Fußball kennen lernte und diesmal leider verletzt zu Hause bleiben musste, kann Pauls Enttäuschung sicherlich nachvollziehen. Als kleine Wiedergutmachung luden wir Paul anschließend jedoch wenigstens auf ein Getränk seiner Wahl in unsere Stammkneipe ein. Dort trainierte Paul mit Olli dann noch mal richtig Bier trinken. Doch schon nach dem 36. Mal anstoßen, gab Olli vollkommen fertig auf. Am Abend feierten wir dann noch kräftig Ankes Geburtstag bei einem leckeren Menü, Knobibrot und – wie kann es anders sein – Bier natürlich!

Sehr sonnig präsentierte sich von Anfang an der Samstag. Nach einem eher ruhigem Vormittag der vielfach für Stadtbummel und Shopping-Touren durch die Glasläden genutzt wurde, verabschiedeten wir die Familie Pausi. Klein Emilie viel während des Urlaubs vor allem während der Mahlzeiten auf und ist ein sehr liebes, ruhiges Kind. Manu und Pausi, die bereits vorbildlich am Daisy-Junior-Team arbeiten, wollten gern nach hause. Schließlich mussten sie noch alles für Emilies erste Geburtstagsparty am nächsten Tag vorbereiten. Anschließend wurde Bägers unzählige Male in den tschechischen Bergen erprobte Wunderwaffe hervorgeholt. Paul wurde in den selben Tragesitz geschnallt in dem auch schon Lutz' Kinder Kind, Kind und Kind das Riesengebirge bereist hatten. Alex, Anke, Paul, Manu ich und die barfußen René und Jörn kletterten auf die Certova Hora während Uli, Julia und Matze schnell mit dem Lift hochfuhren, um schon mal ne Runde Bier zu bestellen. In einem gemütlichen Schritt, hopsten wir leichtfüßig den Berg hinauf. Nachdem Paul versucht hatte, eine der Bierdosen an der Stirn zu zerdrücken, entdeckte Jörn, dass an der Baude auch Flaschenbier ausgeschenkt wurde und bestellte gleich noch eine Runde. Es hätte auch alles so schön sein, wenn... ja, wenn Alex nicht immer die Etiketten lesen müsste... Doch so stellte sich schnell heraus das Jörn vollkommen begeistert Alkoholfreies bestellt hatte. Na dann Prost Jörn! Anschließend fuhren Manu, René und ich mit dem Lift ins Tal, während die anderen noch eine kleine Runde wanderten. Am Abend gab es dann lecker Fleisch aus'm Feuer und vom Grill. Am nächsten Morgen war dann leider schon wieder packen angesagt. Nach einem traditionellen Mittag in der Rotunde und dem abschließenden Gruppenfoto, machten wir uns auf nach Riesa wo schon das nächste Training auf uns wartet.

Also, bis bald in Daisy-Town!

Euer Nico

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