Die furchtlosen Piratinnen und Piraten in Übersee

von Nico, 30. Juli 2005

Das 2. Rennen in diesem Jahr führte das Daisy-Team traditionell nach Magdeburg. Nach einer logistischen Meisterleistung, die selbst DHL verblüfft hätte, schlugen die Daisy's am Freitag in Magdeburg ihre 16 Zelte auf. Dazu kamen 3 Biertischgarnituren, zahlreiche Campingstühle, etwa 30 Schlafsäcke und Unterlagen, eine Wäscheleine, 16 Kästen Bier, 4 Kästen Wein, etwa 15 Kästen alkoholfreie Getränke, ein Kühlschrank, 2 Kessel mit Dreibein und Feuerstellen, 1½ Bäume, mehrere Paddel, 2 Heizplatten, hunderte Plastelöffel, -gabeln und –messer, 4 Kuchen, Plastebecher und –tassen, 1 Kaffeemaschine, eine Unmenge an Taschen und vieles mehr.

Nach einem ungemütliche, stürmischen Freitagabend begann der Samstagmorgen - Wie kann es anders sein? – laut! Thomas begrüßte alle mit einem freundlichen - MORGEN!!! - woraufhin es beinahe Schläge gegeben hätte. Das superleckere Gemeinschaftsfrühstück entspannte die Lage jedoch schnell wieder. Nun noch fix ein morgendliches Bad im See und ein Bier in die Hand und das Treiben konnte beginnen. Gegen Mittag traten wir über die 100 m bei rauer See an. Obwohl wir im ersten Rennen alle 7 Gegner besiegten, schieden wir nach einem Kampf mit den Wellen im 2. Rennen aus.

Zum Mittag schlugen wir uns die Bäuche mal wieder mit leckerer Soljanka voll und danach mussten die ersten beiden Fans schon mit einem Nickerchen ihren Morgenrausch ausschlafen (aber sie sind ja auch nicht mehr die jüngsten). Für die Daisy´s begann jedoch schon der Kampf über die 250 m. Mit mehreren Schüssen aus der Kanone und grimmigen Gesichtern unterstrichen die Piratinnen und Piraten des Daisy-Teams ihren Siegeswillen. So kam es, dass sie in den folgenden Rennen immer und immer mehr Teams hinter sich zurück ließen. Glutrot stand die Sonne am Himmel als die Daisy´s zum finalen Rennen antraten. Nach einem starken Rennen erkämpften sie sich einen wohlverdienten 6. Platz.
Im Dunkel der frühen Nacht schlichen sich die Piratinnen und Piraten nun ins Festzelt, um dort große Schätze zu erbeuten. Und obwohl ihre sportlichen Leistungen diesmal nicht für einen Pokal gereicht hatten, erhielt das Daisy-Team den begehrten Preis für das originellste Team. Neben einem Drachenpokal erhielten sie zur Freude aller ein Plüschhuhn, das noch in dieser Nacht auf den Namen „Gisela, du alte Drecksau!“ getauft wurde. Erst nach der Preisverleihung konnten sich die Daiy´s mit zahlreichen Würstchen und Steaks stärken bevor sie sich wieder ins Partyleben warfen.

Der Sonntagmorgen begann überraschend ruhig und friedlich. Nachdem die halbe Mannschaft sich bis 7:30 Uhr Geschwafel über Politik und Kriegsführung anhören musste und die andere eine berauschende Nacht erlebt hatte, bemühten sich alle den Morgen möglichst ruhig anzugehen. Nach dem Frühstück wartete auf die zerstörten Daisy´s schon der Wettkampf über 500 m. Ein erschöpfendes Wochenende und fehlende Motivation verhinderten jedoch sogar einen vorletzten Platz, woraufhin wir uns geschlagen zu unseren Zelten zurückzogen.

Jetzt begann das große Aufräumen. An allen Ecken und Enden wurden Sachen gepackt, Zelte abgebrochen und aller Hand Kleinkram zusammengesammelt. Bei einem abschließenden Resteressen wollte eine Biene Robins Pflaumenmusbrötchen streitig machen. Das ließ er sich aber freilich nicht gefallen und biss ihr in blinder Wut den Kopf ab. So kam es das nicht alle Daisy´s gesund und erst recht nicht munter am Sonntag in Riesa eintrudelten, da Robin noch eine Nacht im Magdeburger Krankenhaus verbringen musste.
Dieses schöne Wettkampfwochenende mit Familienkurzurlaubscharakter wäre uns aber ohne unsere beiden supernetten, laut Daisy schreienden Gastpaddlerinnen nicht gelungen. Daher ein großes Dankeschön an euch! Aber auch alle fleißigen Helfer und Erstpaddler sollen hier noch einmal gelobt werden… Das habt ihr fein gemacht!

Alle Ergebnisse im Überblick

application/pdf Rennen von Samstag und Sonntag (648,2 kB)

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