Daisys als Sport Hoffnung Deutschlands

von Nico, 05. Juni 2004

In Zeiten, in denen eine Deutsche National Elf nicht gegen Ungarn gewinnt...
In Zeiten, in denen Alba Berlin International nicht gerade auf Trumpft...
In Zeiten, in denen Eishockey nicht zu dem Lieblings Spiel der Deutschen gehört...
In Zeiten, in denen Synchronspringer ihre Sprünge eher asynchron springen...

...gibt es eine Mannschaft die es versteht Pokale (sprichwörtlich) einzufahren.

Das Daisy-Team!!!

Und so begann es:
Am Wochenende war es wieder mal so weit. Es regnete in Strömen, hunderte Menschen trieben sich im Riesaer Hafen rum, 4 Glocken baumelten über dem Wasser, Drachenboot glitten pfeilschnell dahin, rhythmisches Trommeln ertönte im Hintergrund und dann waren da noch diese dumpfen Schreie, die von Kaimauer zu Kaimauer liefen.

Gebt mir ein D: D

Gebt mir ein A: A

Gebt mir ein I: I

....... Die Daisys waren heiß auf einen Sieg!
Am Samstag starteten wir in den Rennen über 250m. Wir erreichten zwar einen respektablen 6. Platz und waren eines der lustigsten Teams und das Team, das am meisten Farbe gelassen hatte. Unsere Chinesen-Kostüme waren wohl nicht ganz wasserfest.

Dann Siegerparty, Siegerstimmung, schöne Stimmung, schöner Abend, langer Abend, kurze Nacht, grausamer Morgen... Die Sonne lacht, die Schädel hämmern, und die Daisys sitzen im Rennen um die 50m-Krone im Boot. Zweimal haben wir diesen Titel schon erpaddelt, jetzt wollten wir ihn wieder haben. Doch dann kam der Schreck. Schon nach dem 1. Lauf waren wir ausgeschieden. Das hatten wir wohl vermasselt. Doch glücklicherweise war noch nicht aller Tage Abend. Denn in der Nacht zuvor hatten wir uns aus einer Schnapsidee heraus für die 1000m angemeldet. Vom Start ging es zur Hafenbrücke, unter der Brücke durch und dann die Wende. Hammermäßig schwer! Doch dann mit dem Ziel vor Augen lief das Boot wie von allein. Nach 750m dann der Endspurt. Auf einmal zählten alle im Boot mit. Unsere Schreie halten durchs Hafenbecken. Wir wurden scheinbar immer schneller und es machte einen Wahnsinnspass. Die letzten hundert Meter. Wir peitschten dem Ziel entgegen. Dann von der Seite das Donnern der Fans. Geil! Einfach nur geil!

Und durch!

Wir hatten überlebt. Der Platz war unwichtig Es war ein schönes Rennen. Dann schlossen sich alle Boote zu einer großen Insel zusammen. Die Trommlerinnen schlugen auf ihre Trommeln ein und über 100 Paddler hämmerten im Takt auf die Bootsböden. Als krönenden Abschluss paddelte dann unsere Insel noch gemeinsam ins Ziel. Draußen erwarteten uns die begeisterten Fans. Nach Nudelsalat mit Wienern und jede Menge Prasselkuchen ging es zur Siegerehrung. Als wir erfuhren, dass wir auf die 1000m in 5min 1sek den 3.Platz erreicht hatten, stürmten wir die Bühne. Und Annett überreichte uns ehrfürchtig unseren Pokal.

Danke!

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